Oh Schreck, ein Fleck…

Genau so wie das Marmeladenbrot beim Runterfallen immer auf die Marmeladenseite fällt und das umgestoßene Glas vom Tischrand geradewegs auf die nächstgelegene Hose der am Tisch versammelten Menschenherde, so geschah es auch heute mit einem durch die Schwerkraft angezogenen Ketchup-Tropfen, der auf direktem Weg zu Boden unterwegs von meiner Hose abrupt gestoppt wurde. Und es kann sich beim besten Willen niemand vorstellen, was für eine Schweinerei dieses Sau-Vieh dort angerichtet hat. Natürlich trug sich dieses schicksalhafte Erlebnis unmittelbar vor einem wichtigen Termin zu, bei dem man in aller Regel nicht aussehen will als wäre man gerade der Mülltonne entschlüpft. Aber wann auch sonst?!
Und was nehme ich aus dieser Sachen nun mit? Richtig – eine nicht gänzlich unwichtige Erkenntnis. Nämlich die, dass ich – wäre ich ein Ketchup-Klecks – auch eine riesen Freude daran hätte, mich sinnlos auf den Kleidungsstücken mir unbekannter Leute breit zu machen. Denn dort bleibt man als auffallender, zumeist unerwünschter Fleck wenigstens in Erinnerung…

~ von kyara am 17.1.2007.

3 Antworten to “Oh Schreck, ein Fleck…”

  1. lass mich raten.. die hose war hell??? ;)

  2. Hi Jenny,

    zu diesem interessanten Verhalten von Marmeladenbroten, Getränken und Ketchup-Flecken fällt mir noch was anderes ein, das auch eine auffällige Regelhaftigkeit hinsichtlich größtmöglicher Fiesheit hat: Ich hocke im Büro und warte auf einen wichtigen Anruf. Doch er kommt und kommt nicht. Das Telefon schweigt und schweigt. Und es wird immer später und später. Und meine Blase immer voller und voller. Und die Lage immer verzweifelter und…….. emm, Schluss damit – zurück zum Thema. Jedenfalls entschliesse ich mich, jetzt doch mal kurz aufs “Häusl” zu gehen.

    Was dann passiert, ist klar, oder? Natürlich kam der wichtige Anruf genau in diesen drei Minuten. Ausserdem waren mindestens 5 Kollegen da, die ganz dringend was von mir brauchten. Und die sagen dann: “Wo warst du die ganze Zeit?” Oder: “Nie bist du da, wenn man dich braucht!” So kommt man zu dem wunderbaren Weltruf, seine gesamte Arbeitszeit im gekachelten Spezial-Büro zu verbringen……..

    Der fiese Ketchup ist aber immerhin in bester Gesellschaft – es gibt ja auch so viele Menschen, die einem als “auffallende, zumeist unerwünschte Flecken” auf dem Lebensweg in Erinnerung bleiben………..

    Ciao… Sven

  3. @Juli: Natürlich, die Hose war hell. Eine hellblaue Jeans. Sie ist jetzt in der Wäsche und ich bin wirklich mal gespannt, wie sie danach aussieht. Es gibt ja auch fiese Ketchup-Flecke, die man sein ganzes Leben nicht mehr los wird.

    @Sven: Ja, dein Beispiel ist auch wieder sehr treffend. Das passiert mir nur nicht so oft, weil fast nie jemand etwas Wichtiges von mir will. ;-) Und 5 Kollegen hatte ich, glaube ich, auch noch nie zeitgleich. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
    Im Übrigen ist mir gerade so ein menschlicher Ketchup-Klecks eingefallen. Du weisst ja, oft braucht man nur mal um die Ecke gucken… oder eben drei Zimmer weiter! *g*

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